Ätznatron ist eine feste Substanz mit der chemischen Formel NaOH. Der Stoff ist ausgesprochen hygroskopisch, nimmt also die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit auf. Wenn Ätznatron Wasser bindet, wird sehr viel Wärme frei und es entsteht Natronlauge, die sehr ätzende flüssige Form des NaOH. Die Natronlauge reagiert mit einem pH-Wert von 14 stark alkalisch.
Um Ätznatron gut aufbewahren zu können, muss es luftdicht verschlossen werden. Das sorgt nicht nur dafür, dass sich die Substanz nicht auflöst, sondern auch dafür, dass sie sich nicht mit dem Kohlendioxid der Luft verbindet und dadurch Natriumhydrogencarbonat gebildet wird.
Wie der Name schon sagt, ist Ätznatron sehr ätzend. Es reagiert bereits mit der Feuchtigkeit der Haut und bildet aggressive Natronlauge. Deshalb sollte jede Berührung der Substanz ohne Schutzhandschuhe vermieden werden. Auch Augen und Mundbereich dürfen nicht mit der Chemikalie in Berührung kommen.
Durch die ätzende Wirkung ist die Natronlauge ein geeignetes Mittel, um Geräte oder auch sanitäre Einrichtungen zu reinigen. In flüssiger Form ist es allerdings schlecht zu handhaben. Deshalb bietet sich für solche Zwecke das Ätznatron in fester Form an. Es lässt sich besser dosieren und die ätzende Lauge bildet sich erst am Bestimmungsort.
Trotzdem ist bei Verwendung von Ätznatron immer größte Vorsicht angebracht!
Autor: domanino - veröffentlicht am 03.05.2011 - 14:44:48 - letzte Überarbeitung am 03.05.2011 - 14:44:48
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