Jedermann, der ein Schloss für sein Fahrrad kaufen will, muss die Unterschiede zwischen den dieser Tage gebräuchlichen Arten von Fahrradschlössern kennen. Es existieren unterschiedliche Typen, Bügelschlösser zum Beispiel. Alle Typen haben Vor- und Nachteile, und es kommt immer auf den Einzelfall an, welchem Zweck ein Fahrradschloss soll. Die Website verdeutlicht all diese Arten von Fahrradschlössern, verdeutlicht sicherheitsrelevante Kriterien und präsentiert Listen, worauf beim Kauf eines Fahrradschlosses geachtet werden muss.
Gute Fahrradschlösser heben sich von schlechten Fahrradschlössern in bestimmten Punkten ab. Diebe erkennen ein gutes Fahrradschloss mittels Kriterien, die dem unbedarften Fahrradbesitzer in nahezu allen Fällen unbekannt sind. Dazu muss ein Fahrraddieb nicht einmal das konkrete Modell eines Fahrradschlosses kennen. Er prüft auf unter Fahrraddieben bekannte Aspekte und macht, wenn jene zutreffen, einen Bogen um das Fahrradschloss, da die Anstrengung, das Schloss aufzubrechen, zu groß ist. Die besten Fahrradschlösser wirken ergo allein schon durch ihr Vorhandensein demotivierend.
Billige Fahrradschlösser sind dagegen unmittelbar als anfällig wahrzunehmen. Das Spiralkabelschloss beispielsweise lässt sich mit einfachsten Methoden in Sekunden knacken.
Panzerkabel- und Bügelschlösser leisten da mehr Widerstand. Aber auch dabei gibt es gute und weniger Fahrradschlösser. Ein schlechtes Fahrradschloss ist mit einem Bolzenschneider tatsächlich in wenigen Minuten zu knacken. Abgestellt auf einem belebten Platz, kann dies eine ausreichende Zeit sein. Bleibt ein Fahrrad aber länger ohne Aufsicht, schrecken auch solche Fahrradschlösser keinen besseren Velodieb ab.
Fahrradschlösser und ihre Sicherheit gelangen an einen bitteren Beigeschmack, sieht man sich diese in Fahrradschlosstests an. Auch die Stiftung Warentest hat einige am Markt erhältliche Fahrradschlösser getestet. Obschon es klare Testsieger gab, ist dennoch eindeutig zu konstatieren, dass auch die besten Fahrradschlösser nur wenige Minuten speziellem Aufbruchwerkzeug standhielten, wobei oft genug der Schließzylinder die Schwachstelle bildete. Das ist sicherlich genug, wenn das Velo an einem öffentlichen Platz abgestellt wird. Kein Dieb wird sich dabei unter den Augen von Fußgängern mit der Säge am Fahrradschloss zu schaffen machen. Für einen Einsatz darüber hinaus, z. B. dazu, ein Rad bis zum nächsten Tag draußen abzuschließen, sind jedoch auch die besseren Schlösser lediglich bedingt empfehlenswert. Vor allem Bügelschlösser, die eine viel zu kurze Packweite haben, das Fahrrad sicher an Objekten wie Laterne oder Schildmast festzumachen, sind nicht zu empfehlen – der Dieb transportiert das Fahrrad ab und knackt es in Ruhe zu Hause.
Der Ratgeber zu Fahrradschlössern will genau diese und ähnliche Sicherheitsfaktoren dem Besucher verdeutlichen. Jedermann muss für sich entscheiden, welche Sicherheitsmerkmale notwendig sind. Ein gebrauchtes Zweirad von geringem Wert muss mitnichten mit einem übermäßig teuren Fahrradschloss wie im Gegensatz dazu ein teures Fahrrad vor Entwendung gesichert werden. Der Radfahrer muss sich aber dessen bewusst sein, dass es visuell keine sichtbaren Differenzen zwischen dem Panzerkabelschloss für wenige Euro und einem Panzerkabelschloss von Trelock für 90 Euro gibt. Es wäre jedoch falsch, daher einfach zum billigsten Fahrradschloss zu greifen und allein darauf zu vertrauen, dass Bügelschlösser zusammen mit Panzerkabelschlössern zu den sichersten Fahrradschlössern zählen, der Verlust des hochwertigen Fahrrads könnte ansonsten die Folge zweifelhaften Halbwissens sein.
Autor: karstenbecker - veröffentlicht am 02.06.2011 - 23:11:23 - letzte Überarbeitung am 02.06.2011 - 23:11:23
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